Im Aserbaidschanischen Kulturzentrum in Wien wurde ein Simultanturnier mit der aserbaidschanischen Frauen-Schachmeisterin und Internationalen Meisterin Ulviyya Fataliyeva organisiert.
An der gemeinsam mit der Wiener Schachverband veranstalteten Simultanveranstaltung nahmen insgesamt 15 Spielerinnen und Spieler teil, darunter professionelle und Nachwuchsschachspieler sowie Schachbegeisterte.
In ihrer Ansprache vor Beginn der Veranstaltung betonte die Leiterin des Aserbaidschanischen Kulturzentrums, Leyla Gasimova, dass die Zusammenarbeit mit der Wiener Schachverband bereits zu einer festen Tradition geworden sei. Es wurde hervorgehoben, dass die Organisation solcher Turniere mit aserbaidschanischen Schachspielern einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der neuen Schachgeneration leistet.
Leyla Gasimova unterstrich, dass die Entwicklung der traditionsreichen aserbaidschanischen Schachschule eng mit dem Namen des Heydar Aliyev verbunden ist, dessen Geburtstag in naher Zukunft begangen wird. Dank seiner besonderen Aufmerksamkeit und Förderung des Schachs habe sich in Aserbaidschan eine starke Generation von Schachspielern sowie eine weltweit anerkannte Schachschule herausgebildet. Die in Wien organisierte Veranstaltung sei als Fortsetzung dieser Mission zu verstehen.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass Ulviyya Fataliyeva nicht aus der Bakuer, sondern Schachschuler der Stadt Gandscha (Aserbaidschan) stammt, was die Entwicklung des Schachs in verschiedenen Regionen Aserbaidschans verdeutlicht.
Die Vizepräsidentin der Wiener Schachverband, Hanna Wehbeh, sowie die österreichische Frauen-Schachmeisterin und Leiterin des Frauenkomitees der Österreichischen Schachverband, Annika Fröwis, dankten für die geschaffenen Bedingungen und betonten die große Bedeutung solcher Begegnungen und Simultanveranstaltungen mit hochrangigen aserbaidschanischen Schachspielerinnen für die lokale Schachszene.
Es wurde hervorgehoben, dass das Ziel des Simultanturniers darin besteht, Vertreter der weltweit renommierten aserbaidschanischen Schachschule einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, die Entwicklung des Frauenschachs in Aserbaidschan zu demonstrieren, das Interesse junger Menschen am Schach zu fördern sowie die Beziehungen zwischen österreichischen und aserbaidschanischen Schachspielern zu vertiefen.
Die internationale Meisterin Ulviyya Fataliyeva, die im Jahr 2026 den Titel der nationalen Frauen-Schachmeisterin gewann, wurde 1996 in Gandscha geboren. Hervorzuheben ist, dass sie 2024 Siegerin der Einzel-Europameisterschaft der Frauen in Rhodos (Griechenland) wurde. Im März dieses Jahres gewann sie zudem ein Turnier mit zehn Teilnehmerinnen aus acht Ländern, indem sie in neun Runden 6,5 Punkte erzielte und den Titel der „IV Women’s Chess Championship“ errang. In der aktuellen FIDE-Weltrangliste belegt sie mit 2450 Punkten den 33. Platz weltweit.