Im Wiener Urania Kino fand mit Unterstützung des Aserbaidschanischen Kulturzentrums in Österreich ein Filmabend statt

24 Oktober 2026, 19:30
Uraniastraße 1, 1010 Wien

Am 24. Oktober fand im Wiener Kino Urania ein Filmabend zu Ehren des aserbaidschanischen Stummfilms statt. Die Veranstaltung wurde von CEENEMA organisiert und vom Aserbaidschanischen Kulturzentrum in Österreich unterstützt.

Im Rahmen der Filmreihe über das aserbaidschanische Kino wurden die Filme „Baku“ (1898) und „Almaz“ (1936) gezeigt, die unterschiedliche Epochen der aserbaidschanischen Filmgeschichte widerspiegeln. Die Vorführungen erfolgten mit organisatorischer Unterstützung des Staatlichen Filmfonds Aserbaidschans.

Magdalena Zelasko, Gründerin von CEENEMA, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede, in der sie auf die historische und kulturelle Bedeutung des aserbaidschanischen Kinos einging. Sie unterstrich die Bedeutung, aserbaidschanische Filme dem österreichischen Publikum näherzubringen, und bedankte sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Aserbaidschanischen Kulturzentrum.

Die Filmvorführungen wurden von Live-Musik begleitet. Der aserbaidschanische Tar-Spieler Ibrahim Babayev und der polnische Pianist Maciej Wiśkiewicz verliehen den Stummfilmen mit ihren musikalischen Darbietungen eine besondere Atmosphäre.

Den Auftakt des Abends bildete der fünfminütige Film „Baku“, den Alexander Michon, einer der Pioniere der Filmgeschichte, im Jahr 1898 aufnahm. Das Werk zählt zu den frühesten Beispielen des aserbaidschanischen Kinos und zeigt den Hafen von Baku sowie die Ölfelder der Stadt gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Anschließend wurde der Film „Almaz“ gezeigt, den die Regisseure Agharza Guliyev und Grigori Braginski 1936 nach dem gleichnamigen Werk des aserbaidschanischen Dramatikers Jafar Jabbarli drehten. Der Film gilt als der letzte Stummfilm der aserbaidschanischen Kinematografie. Er erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die als Lehrerin in ein abgelegenes Bergdorf kommt und dort mit gesellschaftlichen Widersprüchen konfrontiert wird. Im Mittelpunkt stehen ihr Kampf gegen überholte Traditionen und ihre Auseinandersetzung mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen.

Zum Abschluss der Filmvorführungen begeisterten Ibrahim Babayev mit einer improvisierten Darbietung auf dem Tar und Maciej Wiśkiewicz mit seiner Klavierbegleitung das Publikum und sorgten für einen besonderen musikalischen Ausklang des Abends.

Die Veranstaltung leistete einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung des aserbaidschanischen Filmerbes in Österreich und zur Vertiefung der kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern.